Die Seherin der nordischen Sagen Wala spricht zu der Weltesche, der Feigen- und der Apfelbaum begleiten fast alle biblischen Geschichten, eine Art Palme erkennen wir an den babylonischen Siegelzylindern. Doch schauen wir weiter zurück, in die Eiszeit. In Eurasien scheint nur ein lebensspendender Baum zu wachsen: der frostharte Riese, der essbare Samen trägt. Dieser (über)Lebensbaum der frühen Menschheit beherrscht nach wie vor die sibirische Landschaft: PINUS SIBIRICA, die SIBIRISCHE ZEDER, der ehemalige "bor" der Slawen (zum Vergleich aus dem Altslawischen: "bo"- das Sein, "boch" - Gott).
In Sibirien mit seinen ausgedehnten unerschlossenen Sumpfgebieten nimmt das Altaigebirge eine besondere Stellung. Ein russischer Himalaja genannt, ist es als Kraftort von einmaliger Schönheit und als Naturgebiet mit reinstem Quellwasser und großer Vielfalt an Heilkräutern bekannt. Der Altai mit seinen Höhlen, deren Wände uralte Fresken tragen, der Altai mit seinen eiszeitlichen Gletschern, die in den ruhigen Seen münden, der Altai mit den ältesten trockenen Zedernhainen. Hier, unter dem Weißen Berg der Pilger, wo Nikolai Röhrich einst das Paradies auf Erden suchte, werden aus dem Holz der alten Zedern die kraftvollen Talismane geschnitzt, hier werden auch die besonders schmackhaften Zedernnüsse geerntet.

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